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Problempferde-Training 

Du hast Probleme mit deinem Pferd?
Es steigt, beißt, buckelt, tritt, reist sich los, rennt dich um, drängelt und/ oder scheint respektlos?
Hast du ein sogenanntes „Problempferd“ oder würdest einfach nur gerne einen harmonischeren Umgang mit deinem Pferd pflegen? Dann kann ich dir helfen.
95% der Pferde sind keine echten „Problempferde“. Es fehlt ihnen lediglich an Balance, dem Bewusstsein für ihren eigenen Körper und die führende Position des Menschen. Du findest diese Aussage zu trivial? Bitte warte meine Erklärung ab, oft sind die Dinge einfacher als sie scheinen.


Pferde werden schon seit vielen 100 Jahren ausgebildet. Früher war es nur der Elite vergönnt, sich ein Pferd zu leisten. Deshalb wurde auch viel Energie in die Ausbildung gesteckt, denn ein Pferd war teuer und sehr wertvoll. Mehr als 3 Jahre wurde in die Grundausbildung investiert. Bevor die Pferde das erste Mal unter dem Reiter galoppiert sind, mussten sie die Piaffe beherrschen. Genauso wurde auch der Reiter ausgebildet. Er lernte auf bestens ausgebildeten Pferden, um das richtige Reiten zu erlernen. Niemals hätte der Reitlehrer ihn auf ein junges unerfahrenes Pferd gesetzt. Dafür waren die Pferde viel zu kostbar (hier ging es weniger um den Reiter).
Heute sieht die Ausbildung von Pferd und Reiter leider anders aus. Pferde werden innerhalb von 3 Monaten in allen 3 Gangarten „reitbar“ gemacht. Es wird sich wenig Zeit für die Entwicklung des Pferdes genommen, Muskelaufbau und gezielte Geraderichtung sind in den Hintergrund getreten. Es muss schnell gehen, denn wir wollen ja auch ganz bald unseren Schützling reiten und trainieren, vielleicht sogar schon unser erstes Turnier gehen. Oft haben wir auch nicht das Geld, die Pferde allzu lang in erfahrene Hände zu geben.


Die eigene reiterliche Ausbildung beinhaltet meist auch nur alle drei Gangarten und ein paar Seitengänge. Bis zur Piaffe sind die wenigsten von uns gekommen.

Diese Tatsache ist mit dem voranschreiten der Freizeitreiterei nicht besser geworden. Oft fehlt die Zeit, das Geld und vor allem das Wissen und Können für eine intensive und gesunde Ausbildung des Pferdes.
Bitte versteht mich an dieser Stelle nicht falsch, ich möchte keinen verurteilen. Ich selbst kann keine Piaffe reiten.

Es entstehen durch diese „mangelnde“ Ausbildung nun folgende Probleme: Das Pferd hat nicht die Zeit bekommen sich körperlich mit zu entwickeln. Es hat nie gelernt sich richtig auszubalancieren, seine Hinterhand richtig zu benutzen und sein Selbstbewusstsein aus einem guten Körperbewusstsein zu nehmen. Hinzu kommt, dass Pferde Flucht- und Beutetiere sind. Wenn ein Pferd hinfällt, so ist es für ein Raubtier leichte Beute. Auch wenn wir hier keine größeren Raubtiere mehr in freier Wildbahn haben, so ist es immer noch ein tief verwurzeltes Verhalten von Pferden, immer nach Gefahren Ausschau zu halten. Fühlen sie sich auf ihren Beinen dabei unsicher, so reagieren sie oft panischer als Pferde mit einem guten Körperbewusstsein. Die Pferde fühlen sich nicht fluchtfähig.

Zweiter wichtiger Aspekt im Umgang mit dem Pferd ist die Position des Menschen. In der Pferdewelt regiert das Prinzip „Wer bewegt wen“- Wer bewegt der führt. Dies kann man auf Koppel ganz leicht beobachten. Die Ranghöheren Tiere bewegen die Rangniedrigeren lediglich mit ihrer Körpersprache. Pferde sind deshalb wahre Meister, uns Menschen zu bewegen. Beobachten wir einfach mal einen Stallkollegen beim Putzen, Pferd holen oder zur Halle/zum Platz führen. Wie oft veranlasst das Pferd ihn, einen Schritt zur Seite zu treten, einen Schritt zurück zu gehen? Wie oft bewegt uns das Pferd? Ich kann euch versprechen, es passiert öfters als wir es vermuten.

Hinzu kommt das die Leitstute nach folgenden Prinzipien führt: Konsequenz und Güte. Pferde verstehen nicht, das sie an einem Tag in der Tasche des Menschen nach Leckerlies suchen dürfen und an einem anderen Tag wird es dafür angeschrien. Pferde verstehen auch nicht, warum sie an einem Tag das Gras am Rand fressen dürfen (weil der Mensch sich grade mit dem Stallbesitzer unterhält), in einer anderen Situation aber dafür einen Hieb mit der Gerte bekommen. Pferde verstehen auch nicht, dass der Mensch noch eine halbe Stunde nachdem er runter gefallen ist, sauer ist und deshalb die Gerte öfters und härter benutzt. Pferde handeln rational, Menschen emotional.


Solange wir solche Verhaltensweisen an den Tag legen (bewusst oder unbewusst und grade das sich bewegen lassen ist unbewusst), werden die Pferde in „Gefahrensituationen“ ihre eigenen Entscheidungen treffen und sich vom Menschen entfernen, der mit seinem Verhalten ja eher noch Unsicherheit bringt. Jedes Pferd äußert sich da auch anders. Das eine will weg und rennt den Menschen einfach um, das andere zeigt es, weil es immer wieder unkonzentriert scheint und „frecher Weise“ den Menschen beim Führen überholt. Das Dritte beißt, tritt und will den Unsicherheitsfaktor Mensch nicht in seiner Nähe haben. Das Vierte ist bei der Arbeit unkonzentriert und verwehrt jede Mitarbeit, weil es damit beschäftigt ist, seine Umgebung im Blick zu behalten, denn auf den Menschen kann es sich ja nicht verlassen.

Die Kombination aus einem nicht ausbalancierten Pferd und die fehlende Sicherheit durch den Menschen, erzeugen oft den Eindruck ein „Problempferd“ zu haben. Mit dem richtigen Training und der Arbeit an der eigenen Position, lösen sich viele Probleme, ohne Gewalt an seinem Tier anwenden zu müssen. Das Pferd lernt uns zu vertrauen und wir bekommen einen treuen Partner fürs Leben.

Wenn du dich und dein Pferd beim Lesen wiedererkannt hast und an der Situation etwas ändern möchtest, kann ich euch mit meinem Training helfen.