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Wir sind doch nicht aus Zucker...oder doch?!

November 21, 2017

Nun ist es ist wieder so weit, der graue November hält Einzug und die Tage werden kürzer und kälter. 

Auf der gestrigen Fahrt in den Stall, fror ich bereits bei dem Blick durch die Windschutzscheibe und als der Regen langsam in Schnee überging, erreichte meine Begeisterung darüber, aus dem Auto aussteigen zu müssen, noch vor der Außentemperatur den Nullpunkt.

Beim Aussteigen trete ich natürlich gleich in eine Pfütze und das eiskalte Wasser ergießt sich in meine Schuhe. Super, toll gemacht, so muss der Besuch im Stall beginnen. Kurz ärgere ich mich, doch das Missgeschick ist schnell vergessen, denn ich habe ja zum Glück Wechselschuhe in meinem Schrank. 

Walter kommt gerade von der Koppel in den Auslauf und begrüßt mich mit einem freudigen Wiehern. Ja, endlich ist die Frau mit dem Futter da. Wurde aber auch Zeit ;) 

Ich komme seiner Aufforderung natürlich gleich nach und hole ihn rein. Er ist nass und ich packe ihn erst einmal in eine Decke. Sein Gesicht spricht Bände: "Mama, ich habe heute keine Lust..., ich würde gerne einfach nur hier stehen... und was essen natürlich!"

 

Doch diesen Wunsch kann ich meinem Walter leider nicht erfüllen. Schließlich habe ich mir doch fest vorgenommen heute zu reiten. Blöd nur, dass ich mich völlig mit der Zeit vertan habe und der Reitunterricht in der Reithalle noch fast 2 Stunden dauert. Doch zum Glück habe ich meinen voll motivierten Freund dabei. Diese Gute Laune muss doch ansteckend sein... Oder!?

Nach kurzem Überlegen entschied ich für mich, dass es draußen ja "nur schneit" und wir deswegen doch auf den Platz gehen können (wer hatte mir nur so viel Optimismus gegeben??). 

Todesmutig und warm eingepackt wagen Walter und ich uns raus. Nanu, war der kalte Wind vorhin auch schon da? Aber egal, macht nichts, wir sind doch nicht aus Zucker und müssen da nun durch. 

Sogar mein Freund traut sich, zum Leidwesen unserer Intencja, ebenfalls raus. Deren Begeisterung ist mäßig, aber sie macht dennoch brav mit. Auch Walter findet meine Idee nicht sonderlich prickelnd, entscheidet sich aber nach anfänglichem Schleichen dafür, dass es wahrscheinlich schneller geht, wenn man ordentlich mit macht. Eine viertel Stunde später, spüre ich meine Ohren und Oberschenkel quasi nicht mehr, aber ich ziehe das ganze durch. Jetzt bin ich eh einmal nass und durchgefroren...Wer hatte gleich nochmal die tolle Idee gehabt raus zu gehen???

Nach einer halben Stunde gebe ich dann doch auf und wir gehen wieder rein. Walter hat am Ende super mit gemacht, trotz des unschönen Wetters. Auch Intencja hat sich mit ihrem Schicksal arrangiert, ist aber mindestens genauso froh, als es wieder in den geschützten Stall geht. 

Nach getaner Arbeit bekommen die beiden natürlich das heiß ersehnte Fressen und Walter kann endlich aufhören, mich so vorwurfsvoll anzuschauen.

 

Nachdem der Eimer blitzblank aufgefuttert ist, stellen wir die Pferde wieder in den Auslauf und machen uns auf den Heimweg. Endlich auf dem Sofa angekommen, gibt es einen Glühwein für die kalten Glieder und insgeheim wünsche ich mir nur eins... endlich wieder Sommer.

 

   

 

 

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